An Aus


#1

Kurzes Treffen von Leviathan und Regen

in Geschreibe 06.12.2020 11:33
von Leviathanschrei (gelöscht)
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Doodoo, da kommt nach langer Zeit mal wieder ne Geschichte
Auch wenns eher ein Platzhalter eines Treffens meiner eigenen Charas ist xD Man kann schlecht mit sich selber rpn

Dies fand noch statt, bevor Leviathanschrei und Nachthimmel sich zerstritten hatten
und dient dafür, dass der Sturkopf später besser checkt, dass er Enkel und Nichten hat xD

Charaktere:
Leviathanschrei & Regenlied


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Es war ein düsterer Tag, doch nichts neues in der Blattleere. Wenigstens regnete es heute nicht und ab und zu schaute sogar mal die Sonne zwischen den Wolken durch, doch das eher selten.
Leviathanschrei war erneut alleine unterwegs, diesmal versuchte er, etwas zu erbeuten, auch wenn er ein schrecklicher Jäger war. Aber er wollte nicht, dass immer nur Nachthimmel für Nahrung sorgen musste und hatte sich daher auf den Weg gemacht und folgte gerade der Spur einer Maus.
Dem Kater fiel die Jagd immer schwer, er war keineswegs geschickt oder gelenkig und zudem auch noch ungeduldig. Entweder trat er auf einen Ast, streifte Blätter oder fiel einfach nur durch seine große Gestalt auf. Meistens kam er einfach nicht durch das dichte Unterholz, er war zwar nicht tollpatschig, aber nicht geschickt genug, sich zwischen den Büschen und Wurzeln durchzuwinden, ohne Geräusche zu machen. Und das passierte auch dieses mal wieder - bei dem Versuch, einem Busch aus dem Weg zu gehen, um dem starken Mausgeruch zu folgen, trat er direkt ins Laub und scheuchte die Beute auf.
Frustriert knurrte er und stapfte davon, raus aus dem Wald. Vielleicht machte er sich auf offenem Gebiet ja besser, aber... vielleicht auch nicht. Während er einer neuen Geruchsspur folgte, diesmal von einem Vogel, bemerkte er nicht, dass er sich der Grenze des Hagelclans näherte. Erst, als er kurz davor war, sie zu übertreten, stach ihm der Grenzgeruch in die Nase und er hielt mit zuckendem Schweif an. Erst vor Kurzem war er hier in der Nähe gewesen, an der Grenze und hatte mit zwei Kriegern des Clans gesprochen.

Aber wieder kein Erfolg mit der Beute. Er drehte sich gerade frustriert um und wollte wieder gehen, da hörte er Steine klappern. Er drehte erneut um, schaute über die Grenze und musterte das Gebiet, bis er eine graue Katze erkannte, die über einen Felsenhaufen kletterte. Sie hatte ihn wohl bereits bemerkt und war auf dem Weg zu ihm.
Leviathanschrei setzte sich und mittlerweile wurde auch der Geruch der Kätzin zu ihm rüber getragen. Es dauerte ein Weilchen bis sie ankam und Leviathanschrei bemerkte, dass es daran lag, dass sie eins ihrer Beine wie tote Beute hinter sich herzog.
"Guten Tag." miaute die graue Kätzin höflich. "Dir ist bewusst, dass du hier auf die Grenze des Hagelclans getroffen bist?"
Der braune Kater nickte. "Ja." brummte er. "Ich war auf der Jagd, aber..." Er unterbrach sich selber, immerhin musste er nicht gleich erzählen, dass seine Jagdkünste nicht die besten waren. Er hatte Interesse, diesem Clan beizutreten und wollte sich das nicht vermiesen.
"Kein Glück?" fragte die Kätzin und setzte sich ebenfalls. Ihr schlaffes Bein schob sie unter ihren Körper und auf ihre Frage schien sie keine Antwort zu erwarten, da sie danach schon weiter sprach. "Mein Name ist Regenlied. Was führt einen Einzelläufer so nah an die Clans?" Jetzt musterte sie Leviathanschrei mit interessierter Miene. Da war etwas in ihrem Blick, dass der Kater nicht entschlüsseln konnte.
"Leviathanschrei." stellte er sich knapp vor und Regenlied schien mit einem Ohrschnippen zu bemerken, dass er einen Clannamen trug, unterbrach ihn jedoch nicht. "Ich bin mit meiner Gefährtin Nachthimmel unterwegs, wir sind weit gereist. Wir haben unseren alten Clan verlassen, doch sehnen wir uns langsam wieder nach dem Alltag und den Regeln, nach einem festen Lager und der Gruppe." Der Kater wusste eigentlich nicht, ob er so für seine Gefährtin sprechen konnte, doch hatten die beiden nach diesen Clans gesucht, also würde es ihr sicherlich genauso gehen.
Regenlied hatte zugehört, doch musterte sie den Kater immer und immer wieder, als ob sie etwas in seinem Pelz suchte. "Verstehe." murmelte sie auf seine Erklärung und schien sich in Gedanken zu verlieren, auch wenn ihr Blick weiterhin an Leviathanschrei klebte.
"Ich habe zwei deiner Clangenossen bereits getroffen." erzählte der Kater unbeirrt weiter. "Sie haben mir ein wenig von eurem Clan erzählt, erst vor ein paar Tagen."
"Ah, wirklich?" nuschelte Regenlied, sie schien gar nicht mehr richtig zugehört zu haben.

"Ja. Also..." Er hatte gehofft, vielleicht noch etwas neues von dem Hagelclan zu erfahren, wenn er schon erneut eine seiner Krieger traf, aber daraus schien wohl nichts zu werden. Leviathanschrei räusperte sich und Regenlied schreckte auf. "Oh! Entschuldigung." murmelte sie und schmunzelte belustigt. "Du erinnerst mich nur an wen. Sehr sogar."
Der braune Tigerkater sah sie verwirrt an, unangenehme Erinnerungen kamen in ihm hoch, Erinnerungen von seinem Vater. "Und an wen?" fragte er offen heraus und verengte skeptisch die Augen.
"Kiebitz!" antwortete Regenlied sofort. Leviathanschrei entspannte sich, das war nicht der Name seines Vaters. "Ah. Muss Zufall sein." murmelte er daher.
Doch Regenlied schüttelte den Kopf. "Nein, ihr seht euch wirklich ähnlich... Kiebitz erwähnte mal, dass er einen Bruder hatte, der direkt als Junges verschwunden war und somit wohl auch verstorben. Aber was wenn-"
"Unsinn!" unterbrach der Kater sie heftig. "Ich habe keine Familie." genervt schnaubte er. Nun, sein Vater Louis hatte in ihrem kurzen Treffen nie erwähnt, ob Leviathanschrei Geschwister hätte, aber... nein, es war einfach unmöglich. Das wäre ein viel zu verrückter Zufall.
Aber Regenlied ließ sich nicht so schnell abmurksen. "Ich bin mir sicher! Kiebitz ist zwar flauschig, aber... eure Kopfform, die großen Pfoten... und erst die Ähnlichkeit eurer Musterungen!" Sie lächelte, wohl erfreut über diesen Fund.
Leviathanschreis Miene hingegen zog sich eher nach unten. "Erzähl mir keinen Mäusedung. Ich habe keine Familie!" Er wiederholte sich, aber was sollte er auch sonst sagen? Dass er eigentlich eine Familie hatte, die ihn aber im Stich gelassen hatte? Dann müsste er die Möglichkeit, dass er hier in der Nähe einen Bruder hatte, annehmen und das wollte er nicht. Dafür war zu stur.
Regenlied erkannte dies und schnaubte frustriert. "Ich hätte nicht gedacht, dass der Bruder eines so sanften Katers so ein Sturkopf ist!" Aber sie schien nicht böse und schüttelte nur den Kopf. "Nun, solltest du Interesse haben, dich dem Hagelclan anzuschließen, Kiebitz ist nicht da. Dafür aber bald unsere Jungen." Sie lächelte freudig und Leviathanschrei fiel zum ersten Mal auf, dass ihr Bauch auf Trächtigkeit hinwies. Hätte sie es ihm nicht gesagt, hätte er es wohl nie bemerkt, aber er war ja auch kein Heiler! Und vielleicht auch ein wenig ahnungslos.
"Für mich wärst du willkommen im Clan. Du bist zwar ein Mäusehirn, aber du bist Familie." Mit den Worten erhob sie sich, wandte sich ab und begann, den Aufsteig zu erklimmen.

Der braune Kater sah ihr nach, als hätte sie gerade mit ein mal einen Frosch verspeist. Er schüttelte den Kopf, erhob sich ebenfalls auf die Pfoten und ging von der Grenze weg. In seinen Augen war diese Kätzin verrückt geworden. Nunja, vielleicht nicht verrückt, aber definitiv viel zu aufgeregt durch ihre kommenden Jungen mit einer Prise wilder Interpretationen.
Leviathanschrei machte sich auf den Rückweg zu seinem und Nachthimmels Bau. Stattdessen dachte er darüber nach, wie es wäre, wenn er eigene Junge hätte. Aber das wollte er seiner Gefährtin nicht aufzwingen und ehrlich gesagt war er sich auch zu scheu, so etwas zu fragen. Er war sowieso glücklich mit ihr, auch wenn sie keine Jungen hatten.

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