Beschreibung des Themas

Die Schneeberge umrunden das gesamte Tal des Lebens. Hier liegt auf den Gipfeln das gesamte Jahr über Schnee, weiter unten schmilzt es zum Frühjahr hin und fließt in den Fluss, der durch das gesamte Tal und die Territoriums führt. Durch die schiere lange Bergkette um das Tal herum, empfindet man die Berge des Territoriums größer. Doch das täuscht, denn viele Stellen sind schlichtweg zu gefährlich mit ihren Anhängen, Klippen und Gletscher, um betreten zu werden!
Besonders gefährlich ist jedoch der vereiste See, denn dieser kann besonders im Sommer dünneres Eis haben. Fällt man hinein, umgibt einen die Eisige Kälte und ein Hinauskommen ist meist unmöglich. Bäume gibt es keine in der Nähe, weshalb Kameraden nicht einmal einen Ast zur Hilfe holen könnten.

Aber auch in den Bergen gibt es Nahrung zu finden, doch ist dies deutlich schwerer zu erjagen. Unter der dicken Schicht Schnee kann jederzeit ein Loch sein - mit Glück führt es dich zu einem Kaninchen oder Mäusebau! Mit Pech wirst du einer Eishöhle gefangen, vielleicht kannst du herausspringen oder brauchst die Hilfe deiner Kameraden. Vereinzelt findet sich weiter unten mal ein Baum.
Am Rande der Bergen treiben sich überwiegend Murmeltiere, Wildhühner und Schneehasen herum. In den Bergen finden sich Gämse, Bergziegen und Steinadler vermehrt. Solange man die großen Tiere nicht provoziert, sind sie in der nähe das Katzen entspannt. Vor den Adlern hingegen sollte man sich hüten, denn Katzen stehen weit oben auf ihrer Nahrungsliste.
#21

RE: Berghänge des ewigen Eises

in Chronik des Territoriums 15.03.2026 15:54
von Freiheitsatem | 272 Beiträge | 276 Punkte

@Feldzahn

Der Blick des Katers glitt über die verwüstete Schneelandschaft, während Feldzahns Worte in der kalten Luft zwischen ihnen hängen blieben. Freiheitsatem schnaubte leise, ein amüsiertes Funkeln lag in seinen Augen.
"Ein Anfängerfehler...", murmelte er gedehnt, als würde er das Wort auf der Zunge prüfen. Dann wandte er den Kopf leicht zu seinem Begleiter, das vertraute, charmante Lächeln bereits wieder an seinem Gesicht befestigt- eine Maske, so glatt wie Eis auf einem zugefrorenen Fluss.
"Mach dir keine Sorgen. Wer lange genug tot ist, wird für die Lebenden zu nichts weiter als einer Geschichte."
Er setzte sich und zog mit einer Pfote eine flüchtige Spur in den Schnee, obwohl sie sich sofort wieder verlor. Sein Schweif zuckte nachdenklich.
"Brüder...", überlegte er laut, "würde erklären, warum wir zusammen reisen. Aber Brüder wecken selten Mitleid." Ein schmaleres Lächeln kroch über sein Gesicht. "Gefährten hingegen... zwei Streuner, die gemeinsam Schutz suchen. Vielleicht nach einer Lawine ihr Zuhause verloren."
Seine eisblauen Augen blitzten.
"Verlust macht Katzen blind vor Vertrauen. Sie sehen ihr eigenes Leid in dir und hören auf, Fragen zu stellen."
Langsam richtete er sich wieder auf und musterte Feldzahn prüfend.
"Oder hast du eine bessere Geschichte im Kopf?"


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#22

RE: Berghänge des ewigen Eises

in Chronik des Territoriums 15.03.2026 16:19
von Feldzahn | 316 Beiträge | 318 Punkte

Feldzahn @Freiheitsatem
Eine Geschichte. Das musste ich hoffen. Dass mich niemand erkannte, nicht nach den Mord an Kupferstern. Natürlich war das schon lange, lange her, und der letzte Lebende des Clans, Cthulhuschrein, der davon wusste, war hoffentlich zu alt um mich zu erkennen.
Ich musterte Freiheit eingehend, während er seine Überlegungen in Worte fasste, bevor ich grinste und auf ihn zusprang.
Mein rostbraunes Fell leuchtete flammend gegen sein reinweißes, als ich mich theatralisch an seinen Hals warf, die Nase unter sein Kinn presste. "Mein Herz!", jaulte ich dramatisch. "Wie sollen wir nur überleben, allein, wo niemand unsere Liebe akzeptieren kann", meine Gejammer endete in prustendem Lachen, als ich mich von ihm löste. "Wahrscheinlich gar keine blöde Idee. Naheliegend außerdem, und du hast Recht, vermutlich ertrinken sie in ihrem Mitleid wenn wir ihnen vorweinen, dass wir unsere Heimat verloren haben", wieder huschte ein hämisches Grinsen über meine Züge.



Feldzahn

Zitat
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#23

RE: Berghänge des ewigen Eises

in Chronik des Territoriums 15.03.2026 16:30
von Freiheitsatem | 272 Beiträge | 276 Punkte

@Feldzahn

Freiheitsatem ließ sich von dem plötzlichen Gewicht kaum aus der Ruhe bringen. Sein schneeweißes Fell hob sich scharf von Feldzahns rostbrauner Gestalt ab, als dieser sich theatralisch an seinen Hals warf. Für einen Herzschlag lang verharrte er reglos- dann kräuselte sich ein amüsiertes Grinsen über seine Lippen.
"Keine Sorge, mein Liebster", erwiderte er mit gespielter Inbrunst und legte den Schweif locker um Feldzahns Flanke. "Ich werde für unsere Liebe kämpfen."
Seine Stimme triefte vor gespielter Tragik, doch in seinen eisblauen Augen blitzte der vertraute Spott. Kurz darauf löste er sich wieder und setzte sich, als wäre nichts gewesen.
Für einen Moment wanderte sein Blick über den Schnee.
BlitzClan.
Der Gedanke schob sich ungebeten in sein Bewusstsein. Siedestern war längst tot, doch viele Katzen lebten noch, die ihn gesehen hatten- gesehen hatten, wie er mit blutigen Pfoten und Bernsteinblicks reglosem Körper im Maul ins Lager getreten war. Manche von ihnen...darunter seine eigenen Jungen.
Sein Schweif zuckte leicht.
Hoffentlich hatten sie ihm nie geglaubt.
Mit seinem schneeweißen Fell und den markanten Zeichnungen war er kaum eine Katze, die man leicht vergaß. Doch Monde vergingen schnell. Erinnerungen verblassten.
Langsam kehrte das Lächeln auf sein Gesicht zurück, glatt und überzeugend.
"Also gut", murmelte er und sah wieder zu Feldzahn. "Zwei heimatlose Gefährten. Vom Unglück verfolgt, aber unerschütterlich in ihrer... rührenden Zuneigung."
Seine Augen funkelten kühl.
"Ich bin sicher, sie werden uns mit offenen Pfoten empfangen. Wir helfen doch schließlich auch ihre Heimat wieder aufzubauen...nach so einem traurigen Unglück."


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#24

RE: Berghänge des ewigen Eises

in Chronik des Territoriums 15.03.2026 16:44
von Feldzahn | 316 Beiträge | 318 Punkte

Feldzahn @Freiheitsatem
Mein Kichern triefte vor Spott. Meine gelben Augen blitzten. Ich wusste, dass wir beide den gleichen Gedanken hatten, daran, ob uns jemand erkannte. Auf der anderen Seite...wir waren nicht die einzigen oder letzten die ihnen geschadet hatten. "Ich bin mir sicher, sie sind noch viel zu eingespannt mit den Erinnerungen an das, was Blutdiamant geleistet hat. Dagegen sind wir nur ein Schatten des Morgens.", fügte ich den unausgesprochenen Worten laut hinzu. "Und wenn uns doch einer der alten Hasen erkennt....", ich grinste breit, ließ den Kopf ruckartig beiseite kippen. Ich musste meinen Gedanken nicht weiter ausführen.
Ich streckte mich ausgiebig, bevor mein Blick den Hang hinauf wanderte. "Dann ist es wohl an der Zeit, ihnen einen Besuch abzustatten. Ich bin ohnehin gespannt, wer überhaupt alles im Lager ist.", miaute ich und stapfte einige Schritte hangaufwärts durch den Schnee. "Willst du ihnen ein Gastgeschenk mitbringen?"



Feldzahn

Zitat
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#25

RE: Berghänge des ewigen Eises

in Chronik des Territoriums 31.03.2026 10:44
von Freiheitsatem | 272 Beiträge | 276 Punkte

@Feldzahn

Freiheitsatem lauschte Feldzahns Worten, und für einen Moment legte sich eine beinahe zufriedene Ruhe über seine Züge.
Sein Schweif zuckte zustimmend.
Was waren sie schon gegen all das, was diesen Katzen widerfahren war? Gegen Blut, gegen Verrat, gegen das Chaos, das ihre Welt ohnehin erschüttert hatte?
Nichts weiter als zwei weitere Geister in einer längst zerbrochenen Geschichte.
Und selbst wenn- Ein kaum merkliches Zucken ging durch seine Schultern, begleitet von einem kühlen, flüchtigen Gedanken.
Ein gezielter Schlag. Mehr brauchte es gegen diese Flohpelze nicht.
Sein Blick glitt zu Feldzahn, als dieser den Hang hinauf stapfte. Für einen Herzschlag blieb Freiheitsatem stehen, dann folgte er ihm mit lautlosen Schritten.
Bei der Frage nach dem Gastgeschenk entwich ihm ein leises, kehliges Lachen.
"Ein Geschenk...", wiederholte er nachdenklich, während sich ein schiefes Grinsen auf sein Gesicht stahl. "Ich fürchte, meine letzte... Aufmerksamkeit wurde nicht besonders geschätzt."
Für einen kurzen Moment blitzte etwas Dunkles in seinen Augen auf- Blut auf Schnee, starre Glieder im Maul, entsetzte Blicke. Dann war es verschwunden.
"Vielleicht sollten wir es dieses Mal subtiler angehen", fuhr er leichthin fort und hob den Kopf, als würde er die Luft prüfen. "Hilfsbereitschaft, Mitgefühl... all die Dinge, die sie so verzweifelt brauchen."
Sein Lächeln wurde breiter, fast schon spöttisch.
"Das dürfte Geschenk genug sein."


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